September 12, 2016

Schlagabtausch beim PJR

Hallo, 
nachdem Robert am 31. August sein FSJ- Politik beendet hat, fand sozusagen ein Schlagabtausch unter uns statt. Seit Anfang September arbeite ich jetzt beim PJR in einer sehr herzlichen und angenehmen Arbeitsatmosphäre.


Kurz zu mir: ich heiße Charlott, bin 19 Jahre jung und komme aus einem kleinen Städtchen östlich von Bautzen. Im Sommer 2016 absolvierte ich mein Abitur und zog nach Dresden. Mein politisches Interesse steht eng mit der "Liebe" zu meinem ehemaligen Leistungskursfach Geschichte in Verbindung. Das scheint womöglich erstmal komisch zu erscheinen, aber mit einem Blick auf die Vergangenheit werden zahlreiche Zusammenhänge und interkulturelle Beziehungen logisch nachvollziehbar. Im Laufe meines freiwilligen Jahres hoffe mein Wissen einbringen und es in vielerlei Richtung vertiefen zu können. Der PJR biete mir wunderbare Möglichkeiten, aktiv mit Kindern und Jugendlichen auch außerschulisch zusammenzuarbeiten.


In den letzten zwei Wochen wurde ich mit den unterschiedlichsten Aufgaben von Klassenfahrtsorganisation zur Gedenkstätte Buchenwald, Recherchen zum nächsten Stoplersteinprojekt in den Herbstferien bis zur Vorbereitung der kommenden Klassenratssitzungen betraut. Besonders spannend war die Durchführung des Kommunalplanspiels letzten Freitag mit einer 9. Klasse des St. Benno Gymnasiums. Das Ganze fand fernab der schulischen Mauern im Herzen Dresdens, auf dem Theaterplatz statt. In Mitten der historischen Altstadt bot uns ein, von der "Stiftung Friedliche Revolution" aufgebauter, Pavillon Raum für unser Projekt. Zunächst noch skeptisch und von der Fülle der Information über Kommunalpolitik überschüttet schlüpften die SchülerInnen nach kurzer Zeit begeistert in ihre Rollen der Dresdner StadträteInnen. Im Endeffekt war es eine große Bereicherung und ein voller Erfolg für alle Beteiligten.


Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen, die mit zahlreichen neuen Aufgaben auf mich warten.


Liebe Grüße,
Charlott

September 06, 2016

Mein europäischer Freiwilligendienst

Hallo! Ich heiße Svyatoslav und ich komme aus der Ukraine. Nach Dresden bin ich erst am 1. September gekommen, um meinen einjährigen europäischen Freiwilligendienst zu absolvieren. Ich habe in der kurzen Zeit seit meiner Ankunft aber schon viele positive Eindrücke von dieser Stadt und von der Organisation bekommen. Mich hat die sehr warme Aufnahme von der Organisation und die Freundlichkeit  gefreut. Nach dem Jugendaustausch 2015 “Licht und Schatten: Was erwartet uns in Zukunft?”, den der PJR zusammen mit der Deutschen Jugend Lemberg durchgeführt hat und an dem ich teilgenommen habe, habe ich mich entschieden, dass ich was Ähnliches weitermachen will und diese Gelegenheit habe ich bekommen.

                Großes Interesse an Politik haben die Ereignisse der letzten Jahre in meinem Land in mir geweckt und dieses Thema ist auch jetzt noch besonders aktuell für mich. Eine große Rolle hat auch die Sprache Deutsch gespielt, weil es das Fach ist, das ich an der Universität studiert habe. Ich hoffe darauf, dass dieses Jahr sehr große Erfahrungen für mich bringen wird und ich meinen eigenen Horizont erweitern kann.

Juli 28, 2016

Abschied vom PJR und dem FSJ Politik

Hallo (und tschüss),

dies wird nun mein letzter Blogeintrag sein. Mein FSJ ist ab Anfang August vorbei und genau genommen schreibe ich gerade aus dem Urlaub.
Die letzten Wochen waren etwas ruhiger, denn in den Sommerferien ist immer etwas weniger los, trotz Ferienangeboten wie „Essen“ und „Rathaus Rallye“. Somit blieb Zeit, neben der Abrechnung meines Projektes „Fokus Rechtsrock“, ein paar neue Konzepte zu entwerfen oder Dinge zu überarbeiten.
Zudem fand letzte Woche die letzte Seminarfahrt statt, welche einfach großartig war. Unter dem Titel „Her mit dem schönen Leben“ haben wir uns mit verschiedenen Schwerpunkten zu den Fragen „Wie funktioniert Wirtschaft und wie wollen wir wirtschaften?“ beschäftigt. Besonders inspirierend fand ich hier den Lesekreis zu Marx und Smith, an welchen wir uns teilweise die Zähne ausbissen, sowie die Theorien zum Postwachstum. Insgesamt war das Seminar inhaltlich anspruchsvoll, jedoch nicht überladen. Vielen Dank noch einmal an das Vorbereitungsteam, falls ihr das lest.

Der Lesekreis
 Am Donnerstag fand nach einem kurzen Badetrip eine erlebnispädagogische Auswertung unseres Jahres statt. Hier haben wir an drei Stationen auf das Jahr zurück- oder auf die kommende Zeit hinausgeblickt. Dazu hatten wir die Möglichkeit im Wald eine „Landart“ zu entwerfen. Dabei sind sehr tolle Sachen herausgekommen. Mein persönliches Highlight war jedoch das Bogenschießen, was eine Leidenschaft ist, die ich immer wieder neu entdecke.
Das Beste am Seminar war jedoch Zeit mit den anderen Freiwilligen zu verbringen. Im Laufe des Jahres hatte ich die Möglichkeit viele neue Leute kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Ich hoffe ich sehe einige aus diesem Jahrgang wieder.


Der Abschied von Ihnen sowie der im Büro war schwer, jedoch freue ich mich auch sehr auf die kommende Zeit und den jetzigen Urlaub.
Obwohl ich später in das FSJ eingestiegen bin und etwas eher wieder aufgehört habe, hat mir dieses Jahr doch viel gebracht. Ich konnte ohne entsprechende Ausbildung im Bereich der politischen Jugendbildung arbeiten und hier Verantwortung übernehmen. Ich habe meine Kolleg_innen im PJR bei ihren Projekten unterstützt und erhielt dieselbe Hilfe als ich eigenverantwortlich zwei Projekte beziehungsweise Workshops entworfen habe. Ich konnte vieles neues lernen und freue mich, dass ich auch weiterhin im Verein aktiv sein kann.
Im Büro laufen jetzt die Vorbereitungen für September, denn dann erwartet den Verein frischer Wind. Es kommen ein EFD´ler sowie eine neue FSJ-lerin. Ich bin gespannt wie es ihnen gefällt und wünsche allen eine gute Zusammenarbeit. Sicher werdet ihr von den beiden bald hier im Blog lesen.
Tut es mir bis dahin gleich und genießt den Sommer!

Liebe Grüße,

Robert :)

Juni 27, 2016

FSJ-P Projekt „Blut muss fließen“

Hallo!

Im FSJ-Politik ist es üblich, dass man als Freiwillige/r ein eigenes Projekt durchführt. Ich hatte zuerst mit Tom, dem Freiwilligen der Aktion Zivilcourage, eine Kooperation geplant. Leider musste er jedoch aussteigen. Trotzdem noch einmal vielen Dank für seine Ideen und Unterstützung.

Inhaltlich hat sich der Plan dadurch jedoch nicht geändert. Ziel war es, den Regisseur Peter Ohlendorf zusammen mit seinem Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ – Undercover unter Nazis nach Dresden zu holen. Dieser handelt von der bisher kaum beleuchteten und beachteten Rechtsrockszene in Deutschland und Europa, welche Nazis als Treff- und Vernetzungspunkt dient. Zudem lässt sich oft ein Zusammenhang zwischen Rechtsrock und rechter Gewalt erkennen, da diese Musik mit gewaltverherrlichenden und volksverhetzenden Texten das ohnehin schon große Gewaltpotenzial der Naziszene mobilisiert und verschärft.

Peter Ohlendorf und ich bei der Aufführung im Roten Baum
Geplant waren vier Aufführungen des Filmes: jeweils eine Abendveranstaltung im Roten Baum sowie im Kinder-und Jugendhaus Gorbitz und zweimal vor Schulklassen. Der Ablauf sah wie folgt aus: Nach einer kurzen Einführung in das Thema schauten wir gemeinsam den Film. Anschließend war es möglich mit dem Regisseur ins Gespräch zu kommen. Diese Chance wurde von allen Gruppen ausgiebig genutzt. Es entspann sich ein Gespräch, welches sich mit Hintergrund- oder Verständnisfragen zum Film, aber auch mit politischen Handlungsmöglichkeiten beschäftigte. Es wurde diskutiert, wie man durch politisches, gesellschaftliches Engagement und staatliches Handeln der Nazi- und Rechtsrockszene, sowie neurechten Bewegungen den Boden entziehen kann. Hier war in Dresden besonders PEGIDA ein Thema. Dadurch dauerten die Diskussionen der Abendveranstaltungen bis zu zwei Stunden.

Besonders interessant für uns waren die beiden Schulklassen an der Waldorfschule, da das Alter der Schüler_innen genau dem unserer Zielgruppe entsprach. Rechtsrock war in diesen beiden Klassen bisher kaum bekannt. Das Feedback von ihrer Seite und auch das der Lehrer_innen war positiv. Vielleicht konnten wir manche von ihnen durch diese Veranstaltung in ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement bestärken.

Etwas enttäuschend waren jedoch die Teilnehmendenzahlen bei den Abendveranstaltungen. Hier fiel es uns besonders schwer Jugendliche zu erreichen. Neben verbesserungswürdiger Werbung für das Projekt, schien es als wären Politik und Freizeit für viele junge Leute schwer zu vereinen. Die schon erwähnten guten Gespräche entschädigten allerdings für diesen Dämpfer.

Insgesamt ist mein Fazit für das Projekt positiv und ich bin stolz darauf, dass es so geklappt hat. Auch hier konnte ich auf viel Unterstützung aus dem PJR-Büro bauen. Vielleicht führt jemand diese Projektidee in Zukunft weiter.

Liebe Grüße,
Robert

Gefördert wurde das Projekt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Novum (Sächsische Jugendstiftung) sowie der Stadt Dresden. Vielen Dank!


Mai 11, 2016

Kontraste in Brüssel

Ende April war für unsere Seminargruppe eine Bildungsfahrt nach Brüssel vorgesehen. Aufgrund der vergangenen Terroranschläge war es allen Teilnehmenden freigestellt, ob sie mitfahren möchten. Schön war, dass alle mitkamen.

Wir hatten die ganze Woche bestes Aprilwetter, das heißt es war kalt, hat oft geregnet, geschneit und gehagelt. Nur manchmal kam die Sonne raus.
Das Programm sah den Besuch verschiedener EU-Institutionen (Kommission, Parlament, Parlamentarium) sowie der NGO ECRE vor, welche ein Dachverband für Flüchtlingsarbeit auf EU-Ebene ist. Des Weiteren waren wir zu Besuch in einer traditionellen Brauerei, waren Essen oder einfach in der Stadt unterwegs.
Inhaltlich war das Programm leider etwas durchwachsen, denn es war nicht möglich mit den Vertretern der Kommission oder einer Abgeordneten des Parlaments grundsätzliche politische Debatten zu führen. Es wurde stets auf die Alternativlosigkeit der Situation, besonders in der Flüchtlingspolitik, verwiesen.

Das Klima innerhalb der Gruppe ließ sich aber dadurch nicht betrüben und ist weiterhin gut. Ich habe mich auch gefreut, ein paar Leute neu kennenzulernen.

Geschlafen haben wir in einem Hostel an der Grenze des Stadtteils Molenbeek. Hier haben auch viele andere Gäste verschiedener Länder übernachtet. Der Besitzer selbst war Kolumbianer, wodurch man sich mit ihm auf Spanisch unterhalten konnte. Es war sehr einfach ausgestattet, aber so muss das auf einer Seminarfahrt eigentlich sein. Das gehört ein bisschen zum Wohlfühlcharakter.

Die ganze Woche hatten wir unseren Reisebus zur Verfügung, mit dem standen wir aber im Berufsverkehr konsequent im Stau. Ich glaube man kommt nur mit der Metro schnell durch die Stadt. Das Problem scheint darin zu liegen, dass Brüssel 19 verschiedene Verwaltungsbezirke hat, wodurch eine gesamtheitliche Stadt- und Verkehrsplanung schwer ist. Zudem wurde Brüssel während der Weltkriege nicht zerstört, wodurch viele Straßen - vor allem in der Innenstadt - einfach zu klein sind für den Verkehr. Dadurch staut es sich an anderer Stelle.

Platz vor der Börse in Brüssel
Besonders beeindruckend sowie bedrückend war der Platz vor der Börse. Hier lagen noch sehr viele Blumen, Kerzen, Teddys und andere Sachen zur Erinnerung an die Opfer der Terroranschläge vom 22. März diesen Jahres. Außerdem hingen Flaggen und Transparente und das ganze Gebäude war mit Kreide beschrieben. Viele Schriftzüge forderten Friede & Liebe, gegenseitigen Respekt und Anerkennung.
Ich hoffe, eine sehr multikulturelle und vielseitige Stadt wie Brüssel kann nach einem solchen Ereignis enger zusammenrücken und gegenseitige Vorurteile abbauen.

Es war auf jeden Fall eine schöne - wenn auch schlafarme - Woche und ich würde mich freuen, wieder einmal nach Brüssel kommen zu können.

Liebe Grüße,

Robert

März 08, 2016

Von Entdeckungstouren und Informationskriegen

Hallo an alle interessierten Leserinnen und Leser,

seit genau einem Monat arbeite ich nun schon als Praktikant beim Politischen Jugendring. Mein Name ist Raphael Bittner und ich nutze meine vorlesungsfreie Zeit zwischen den Semestern, um an mehreren Projekten des PJR mitzuarbeiten.


Zunächst ist da der trinationale Austausch von russischen, ukrainischen und deutschen Jugendlichen, den wir jetzt im März mit einer deutsch-russischen Bildungsreise nach St. Petersburg (14.-21.03.16) einläuten werden. Unser Thema hierfür lautet „Meinungsfreiheit und Informationskriege“ und wird uns während unserer Reise auf vielfältige Weise begleiten. Im Vorfeld schrieb ich am Exkursionsguide mit, den wir unseren Teilnehmern als Handreichung austeilen werden. Bereits diese Woche veranstalten wir vorbereitend zwei Workshop-Tage zu den Themen „Medienfreiheit und Demokratie“ sowie „Krieg und Medien“, an deren Vorbereitung ich engagiert mitgewirkt habe.

Außerdem habe ich an einer neuen Actionbound-Tour, das heißt einer Tablet-gestützten Stadtentdeckung, gearbeitet. Im April werde ich an drei Terminen mit Jugendlichen, die sich auf die Jugendweihe vorbereiten, eine Tour zum Thema „Friedliche Revolution“ machen. Dabei suchen wir Spuren, Erinnerungsorte und Denkmäler, welche mit den Ereignissen in Dresden im Herbst 1989 zu tun haben. Europäische Geschichte vor der eigenen Haustür sozusagen! Ich freue mich darauf.

Schließlich beteiligte ich mich auch noch am Bastelangebot des PJR in der Erstaufnahmeeinrichtung auf der Bergstraße, bei dem wir mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen verschiedenste kreative Dinge fabrizieren. Zudem begleitete ich eine Klasse des Nexö-Gymnasiums bei der Durchführung des Klassenrats.

Momentan bereite ich ein Planspiel vor, das die Diskussionen um die Unterbringung von Asylbewerbern in den Kommunen erfahrbar machen soll und außerdem die Möglichkeit bieten kann, sich in eine andere Rolle hineinzuversetzen und diese zu spielen. Das Planspiel soll zukünftig als Tagesangebot an Schulen durchgeführt werden.

Beste Grüße
Raphael


Februar 16, 2016

Von Görlitz bis nach Brüssel…



Hallo!

Es wird mal wieder Zeit ein Zwischenrésumé zu ziehen. Nun arbeite ich schon seit über drei Monaten beim PJR und es kommt immer mehr Schwung in meinen Arbeitsalltag. Ein- bis zweimal pro Woche bin ich unterwegs bei verschiedenen Veranstaltungen. Aktuell bin ich in zwei verschiedene Sozialtrainings, beziehungsweise Klassenräte eingebunden.


Zudem findet jeden Dienstag die freie GTA „Junge Elbtalforscher“ an der 8. Grundschule statt. Hier erkunden wir zusammen mit 10 Kindern den Stadtteil Dresden-Pieschen mithilfe von Missionen und Aufgaben für Tablets. Die Kids sind sehr aufgeweckt und interessiert und es macht Freude mit ihnen zusammen das Projekt durchzuführen. Dieses dauert noch bis in den Sommer an.


Social Media Workshop
Anfang Februar hatten wir im Rahmen des Bildungsangebots zur Jugendweihe erneut eine Veranstaltung zum Thema Social Media. Auch in diesem Workshop habe ich einen festen Part, der mir Spaß macht. Im März folgt noch ein weiterer Termin.


In der letzten Woche haben wir einen Workshop zum Thema „Flucht, Asyl und Migration“ ausgearbeitet. Ursprünglich war dieser als Ferienworkshop für Schülerinnen und Schüler geplant. Leider gab es zu wenige Anmeldungen, weshalb wir ihn absagen mussten. Ziel ist es nun den Workshop an Schulen oder im Rahmen anderer Veranstaltungen durchzuführen.
Umsonst war die Arbeit also keinesfalls. Zudem hat es zur eigenen Weiterbildung beigetragen.


Aktuell beginne ich auch zusammen mit einem Freund von meinem FSJ-P Jahrgang an unserem eigenen Projekt zu arbeiten. Wir wollen den Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ an Schulen zeigen und im Rahmenprogramm ein Gespräch mit dem Regisseur Peter Ohlendorf organisieren. Der Film handelt von dem konspirativen Milieu der Rechtsrock-Konzerte in Deutschland. Möglich wurde dieser Dokumentarfilm durch die Aufnahmen eines Menschen, welcher Undercover die Rechtsrockszene unterwandert und unauffällig gefilmt hat. Auf dieses Projekt bin ich schon sehr gespannt.


Insgesamt fühle ich mich auch weiterhin wohl im Büro. Zudem komme ich besser damit klar, lange Zeit am PC zu arbeiten. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Nun habe ich auch nach der Arbeit noch Kraft Sachen zu unternehmen.


Ende Januar hatte unsere FSJ-P Seminargruppe die zweite Bildungsfahrt. Diesmal waren wir im Kloster St. Marienthal in Ostritz. Das liegt an der polnischen Grenze, also an der Neiße, zwischen Görlitz und Zittau. Insgesamt waren wir dadurch ziemlich angeschnitten, hatten aber trotzdem eine schöne Zeit.
Unser Seminarthema war „Extremismus und Populismus“. Hier konnten wir inhaltlich verschiedene Aspekte bearbeiten, manchmal fehlte jedoch die Tiefgründigkeit. Das war aber aufgrund der beschränkten Zeit und der teilweise mangelnden Fitness der FSJ-Pler_Innen nicht immer möglich.
Einen Tag waren wir in Görlitz bei einem soziokulturellen Stadtrundgang. Hier wurde uns die Entstehung eines großen Jugendkulturzentrums namens „Rabryka“ gezeigt. Hier haben Jugendliche Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen. Zudem könne sie eigene Projekte auf dem Gelände durchführen und fördern lassen. Zum Bauen stehen auch Werkstätten zur Verfügung. Hier werden also Jugendlich aktiv in Planungsprozesse miteinbezogen. Dieses Konzept der Verbindung von Freizeit und politischer Jugendbeteiligung finde ich faszinierend.
Auch die Abende innerhalb der Gruppe waren sehr schön.


Die nächste Seminarfahrt ist Ende April und geht nach Brüssel. Hier bin ich auch aktiv in der Planung involviert.


Soviel bis jetzt. Ich freue mich auf die kommenden Wochen.

Viele Grüße und bis Bald,

Robert